tine_2021

„Glücklich sein bedeutet nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen“

(- unbekannt-)

Handarbeiten gehören von Kind an zu meinen Hobbies. Stricken, Häkeln, Nähen wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Als Kind faszinierten mich die Stoffe, Farben und was man daraus machen konnte im Atelier meiner Mutter,die als Schneidermeisterin schöne, außergewöhnliche Kleider entwarf und nähte.

Dann kam das Studium, natürlich in einer kreativen Richtung, mit Abschluss Dipl. Ing. (FH) Textildesign. Beruflich gab es zunächst verschiedene Stationen: Designerin für Kinderbekleidung, dann für Stickereien.

Familie und Selbstständigkeit folgten. Zuerst in den bisherigen Bereichen. Doch da gab es etwas Neues, was mich neben dem kreativen Arbeiten sehr faszinierte: Grafikdesign am PC. Damals für mich revolutionär, da bisher noch alles von Hand gezeichnet wurde. Ein Softwareprogramm musste her, das war Corel Draw 3.0. (1992 ?). Kurse gab es damals noch nicht, also musste ich selber ran und meine Kenntnisse autodidaktisch erarbeiten.

Dann wurde mir eine Dozententätigkeit angeboten, Modezeichnen und Aktzeichnen. Und siehe da, das machte riesigen Spaß. Der Umgang mit jungen Menschen und ihnen etwas beibringen zu können war meine neue Erfüllung. Bald unterrichtete ich als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen die Fächer Produktentwicklung und Technische Illustration mit CorelDraw.
Eine noch umfassendere Stelle wartete bald auf mich: Dozentin für Modedesign an der Modefachschule Sigmaringen mit den Fächern Modeillustration, Kollektionsgestaltung und Illustrationen am PC. Viele interessante Projekte mit Firmen kamen dabei zustande. Als Mentorin konnte ich die Abschlussklassen bis zum Schluß ihrer Ausbildung begleiten und mit Ihnen als Highlight ihre Abschlussmodenschau gestalten. Mein Glück war perfekt für sehr viele schöne Jahre!

Das Leben ist Veränderung. Also begann irgendwann ein neuer Abschnitt. Ich schrieb ein Fachbuch (Modezeichnen mit Corel Draw / Europa Lehrmittelverlag) und gab Seminare für Firmen zur Mitarbeiterschulung im Bereich Kollektionserstellung / CAD. Ein interessanter Job, dabei blieb jedoch meine Kreativität immer mehr auf der Strecke.

Wie war das doch ganz zu Beginn? Handarbeiten und kreatives Gestalten! Ich besann mich auf was ich immer schon in jungen Jahren machen wollte. So wurde der Kontakt zu einem führenden Garnhersteller geknüpft. Dort bot sich die Gelegenheit Anleitungen für Strick- und Häkelmodelle zu erstellen. Viele Trendmagazine und Online-Anleitungen wurden dabei erarbeitet. Und immer noch finde ich diese Arbeit sehr interessant. Es steckt viel mehr dahinter als man vermutet: Schnitttechnik für optimale Passformen, Berechnung der Modelle in vielen Größen, viel technisches Know-How in den Bereichen Stricken und Häkeln oder Makramee und vor allem die Fähigkeit auch Kompliziertes gut verständlich und möglichst einfach zu erklären. Das ständige Arbeiten mit unterschiedlichen Grafikprogrammen (Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, Corel…) und Excel-Tabellen für die Berechnungen der Größensätze war für mich nebenbei ein Highlight. Immer wieder neues lernen und ausprobieren, um effizient zu arbeiten.
Auch das Layouten von Handarbeitsmagazinen macht mir Spass, immer mit dem besonderen Blick für Gestaltung und Farbe. Und so kamen auch noch einige andere Projekte hinzu.
Jetzt kommt der nächste Schritt: Endlich meine eigenen Ideen frei umzusetzen. Bei meinen Modellentwicklungen sind mir natürliche Materialien, besondere Details, eine gute Passform und selbstverständlich auch ein trendbewußtes Design wichtig.

„Kreativität ist der Spaß, den man als Arbeit verkaufen kann“ (Andy Warhol)

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